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...Antibiotika - was ist das?...

Wer kennt es nicht - Mandelentzündung - Antibiotikum, Bindehautentzündung - Antibiotikum, Lungenentzündung - Antibiotikum, Blasenentzündung - Antibiotikum, Wundheilungsstörung - Antibiotikum... Wie Sie sehen hat Antibiotikum immer was mit Entzündung zu tun.

Seit der Entdeckung des Antibiotikums, durch Paul Ehrlich 1910, setzt das Antibiotikum seinen 'Siegeszug' in der Medizin fort. Als Erfinder des Antibiotikums wird jedoch Alexander Flemming angesehen, der 1928 das Penicillin entdeckte, welches ein Schimmelpilz ist.


Bildquelle - https://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/britische-forscher-arbeiten-an-corona-impfung-in-pillen--oder-sprayform-30393738.html

Antibiotika (AB) sind wichtige Medikamente zur Behandlung gegen Bakterien bzw. bakterielle Infektionen. Viele bakterielle Erkrankungen können durch Antibiotika wirksam behandelt werden und sogar Leben retten. Auch bei vielen geplanten Eingriffen, wie Transplantationen oder orthopädischen Operationen werden diese Medikamente benötigt. Antibiotika zählen heutzutage zu den weltweit am meisten verschriebenen Medikamenten.

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien,
nicht aber gegen Viren oder Pilze!!!

Die meisten Antibiotika werden aus der Natur gewonnen - durch Schimmelpilze oder Bakterien. Sie können aber auch synthetisch hergestellt werden. Das bekannteste Antibiotikum am Markt ist PENICILLIN.


Aber Vorsicht - nicht jedes Antibiotikum wirkt gegen jeden Erreger. Deshalb ist auch die Produktpalette so reichhaltig. Es empfiehlt sich bei Wunden immer einen Wundabstrich zu nehmen, vor Beginn der Antibiotikagabe.


Wie wirken Antibiotika?

Antibiotika unterstützen das Abwehrsystem des Körpers dabei, krankmachende Bakterien zu bekämpfen. Diese krankmachenden Bakterien können in den Körper eindringen und somit eine Entzündung auslösen (durch schwaches Immunsystem, Wunden oder sie setzen sich auf Fremdkörper - Implantate durch unsauberes Arbeiten). Manche AB töten Bakterien ab, manche verhindern die Ausbreitung. Antibiotika wirken jedoch nicht nur gegen die krankmachenden Erreger, sondern auch gegen nützliche Bakterien wie zum Beispiel Darmbakterien. Dies kann diverse Nebenwirkungen verursachen. Im allgemeinen kann man aber sagen, dass AB gut vertragen wird.


Welche Nebenwirkungen können auftreten?

- Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall

- allergische Reaktionen der Haut (Rötung, Juckreiz, Nesselausschlag)

- pilzartige Schleimhautveränderungen (Scheidenpilzentzündungen, Soor)

Welche Nebenwirkungen auftreten und die Häufigkeit dieser, hängt davon ab, welche Antibiotika eingenommen werden und wie der Allgemeinzustand des Patienten ist.


Wird AB falsch eingesetzt, verliert es seine Wirksamkeit. Je häufiger Antibiotika eingenommen wird, desto höher ist das Risiko, dass man Resistenzen gegen dieses entwickelt.

ALKOHOL und Antibiotika

Weit verbreitet ist die Meinung, dass man bei Einnahme von Antibiotika keinen Alkohol trinken darf. Ein generelles Alkoholverbot bei Einnahme von Antibiotika gibt es nicht. Viele Präparate vertragen sich mit Alkohol gut. Bei einigen kann jedoch die Wirksamkeit erheblich beeinträchtigt sein - SIE WIRKEN NICHT MEHR. Nur bei Einnahme von Metronidazol, Tinidazol und Cephalosporine darf kein Alkohol getrunken werden. Diese Kombination kann in einigen Fällen sogar lebensgefährlich sein.


Wann sind Antibiotika notwendig?

Entscheidend für eine Behandlung mit Antibiotika ist die richtige Diagnose einer Infektion - handelt es sich bei dem Erreger um einen Pilz, Viren oder Bakterien. Vor allem zu Beginn ist die Unterscheidung nicht immer einfach (auch für Ärzte), da die Krankheitszeichen ähnlich sein können. Eine einfache Labor- oder mikrobiologische Untersuchung hilft bei der Unterscheidung und auch, welches Antibiotikum eingesetzt werden sollte. Dies geschieht mittels Blutabnahme oder Wundabstrich. Sind die Entzündungswerte erhöht, spricht dies für eine bakterielle Infektion.

Viele Infektionen haben einen milden Verlauf, so dass die Bekämpfung der Symptome ausreichend ist. Beim gesunden Menschen kann das Immunsystem die Infektion alleine bekämpfen - vor allem bei einfachen Erkältungen. Da macht die Gabe von AB nicht viel Sinn und fördert nur wieder Resistenzen. Einen Schnupfen können Sie nicht lindern. Behandelt dauert dieser 2 Wochen - unbehandelt 14 Tage!

Bei schweren bakteriellen Entzündungen, wie etwa einer Lungenentzündung, sind Antibiotika indiziert - sie beschleunigen die Heilung und können sogar Leben retten. Oft spielt auch die Erfahrung des behandelnden Mediziners eine entscheidende Rolle.

Was Sie sonst noch tun können?!

- Nehmen Sie Antibiotika ein wie vorgeschrieben - auch wenn Sie sich besser fühlen.

- Manche Getränke können die Wirkung von AB verändern (zB. Milch) - nehmen sie es deshalb nur mit Wasser ein.

- Nehmen Sie kein Antibiotikum von anderen Personen ein.

- Antibiotika können die Wirkung der Pille beeinträchtigen.

- Es kann helfen, wenn Sie sich die Antibiotika und die Dauer aufschreiben, die Ihr Kind zu sich genommen hat.

- Erwarten Sie nicht, dass sie bei jeder Entzündung AB erhalten.

- Am besten ist es, wenn Sie erst gar keine Infektion bekommen - schützen Sie sich.

- Nehmen Sie Antibiotika immer zur selben Zeit ein.

- Unterstützen Sie Ihre Darmflora durch Einnahme von Darmbakterien oder/und auch durch Einnahme von Naturjoghurt, da die AB dann besser verträglich sind.

- Bei Unklarheiten lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder den wund-erbaeren.

Welche Fragen können Sie an den Arzt stellen?

Warum muss ich AB nehmen, wie lange bzw. wie oft am Tag, welche Nebenwirkungen hat das Medikament, kann ich das AB zu den Mahlzeiten einnehmen oder vorher, wie beeinflusst das Antibiotikum meine anderen Medikamente - dies sind häufige Fragen, die man sich stellt.


Speziell bei der Wundversorgung kann es rasch zu einer Keimbesiedelung der Wunde kommen. Hierbei empfiehlt sich, wie oben beschrieben, einen Wundabstrich zu nehmen, um die eingetretenen Bakterien gezielt zu bekämpfen. Der wund-erbaer führt diesen fachgerecht aus - zusätzlich wird die Wunde mit speziellen Wundauflagen und Wundgelen verbunden, die die Keimbesiedelung zusätzlich bekämpfen.


Bei der Einnahme von Antibiotika gilt die Grundregel:

So oft wie notwendig, jedoch so selten wie möglich.



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