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...Durchblutungsstörungen an den Beinen...

Bei Durchblutungsstörungen an den Beinen kann das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefäße der Beine fließen. Dies betrifft zumeist Patient*Innen über 50 Jahre. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Arterien befördern das sauerstoffreiche Blut vom Herzen weg in die kleinsten Gefäße bis in die Zehen hinunter. Das Venensystem leitet das sauerstoffarme Blut wieder zurück zum Herzen. Leider sind die Beine davon am ehesten betroffen, da diese am weitesten weg sind vom Herzen.

Selten sehen die Beine meiner Patient*Innen so aus wie auf dem Bild - leider sind die Beine gezeichnet mit venösen oder arteriellen Durchblutungsstörungen. Gefäße werden durch Kalkablagerungen verengt oder verstopft, somit kann das Blut nicht mehr ungehindert in die Peripherie gelangen. Die Ursache kann dabei sehr unterschiedlich sein:

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Die häufigste Ursache bei Personen über 50 Jahren! Es bilden sich Ablagerungen (Kalk oder Fett) an den Gefäßwänden - durch diese sogenannten Plaques verengen sich die Blutgefäße und das Blut kann nicht mehr ungehindert durch die Blutgefäße strömen. Es entstehen kleinere Verletzungen durch die starke Beanspruchung an denen weitere Feststoffe haften bleiben und die Plaques immer größer werden und somit den Blutstrom erheblich behindern. Mit zunehmenden Alter tritt die Arteriosklerose immer häufiger auf.

Reynaud - Syndrom

Dies ist meist hervorgerufen durch eine harmlose Ursache von außen beeinflusst durch Kälte oder Stress. Das Reynaud-Syndrom kann auch jüngere Menschen betreffen und ist meist harmlos - die Durchblutung ist nur kurzzeitig behindert.

Gefäßverschluss (Embolie)

Manchmal kommt es zu einem kompletten Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel oder einen angeschwemmten Plaque. Die Embolie wird durch Schäden an der Gefäßwand begünstigt, durch einen verringerten Blutfluss oder durch eine veränderte Zusammensetzung des Blutes. Ein vor Ort aufgetretener Gefäßverschluss wird Thrombose genannt und stört ebenfalls den Blutfluss.

Gefäßentzündung (Vaskulitis)

Dies ist ein eher seltenes Phänomen, das durch eine Autoimmunerkrankung bestärkt wird, wenn das Abwehrsystem gegen den eigenen Körper arbeitet. Eine Vaskulitis entsteht durch Verletzungen oder durch Reizung diverser Stoffe wie Drogen oder Medikamente.

(C) Netdoktor.de

Risikofaktoren einer Durchblutungsstörung

- Rauchen

- Bluthochdurck

- Diabetes Mellitus

- erhöhte Blutfettwerte

- Bewegungsmangel

- Übergewicht

- ungesunde Ernährung

Ein akuter Gefäßverschluss ist als medizinischer Notfall zu sehen und führt nicht selten zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ist der Gefäßverschluss chronisch ist die Rücksprache mit einem Arzt notwendig und die Ursache muss behoben werden. Die Diagnostik stellt der Arzt durch diverse Untersuchungen wie Knöchel-Arm-Index, Duplex-Sonographie, CT-Angiographie etc.


Symptome bei einer Durchblutungsstörung sind Kältegefühl in der betroffenen Region, Sensibilitätsstörungen, Schwäche oder kurzzeitige Lähmung bei arteriellen Durchblutungstörungen. Kurzzeitige krampfartige Schmerzen, die sogenannte SCHAUFENSTERKRANKHEIT sind ebenfalls typisch bei einer paVK. Druck oder Schmerz werden erst deutlich später oder gar nicht mehr wahrgenommen und erhöht somit das Risiko einer chronische Wunde. Bei Menschen mit Diabetes Mellitus bilden sich Ablagerungen in den kleinen Gefäßen, vor allem in Fingern und Zehen - dies zeigt sich zuerst in Gefühlsstörungen und später dann in Form von Kältegefühl. Bei venösen Problemen schwellen die Gliedmaßen an und sind sehr druckempfindlich. Die Haut kann sich erwärmen und wird gerötet. Durch Hochlagern der Beine kann man den Schmerz schnell wieder lindern. Im Gegensatz zu arteriellen Durchblutungsstörungen fühlt man bei venösen Durchblutungsstörungen den Puls.


Die Wundheilung ist verzögert!


Durch bestimmte Medikamente können sie Durchblutungsstörungen direkt bzw. indirekt behandeln. Diese sind zum Beispiel Schmerzmittel - sogenannte NSAR, gefäßerweiternde Prostaglandine, oder auch Acetylsalicylsäure - ASS-Produkte. Diese müssen über den Arzt verschrieben werden. Durch gezielte Physiotherapie mit diversen Bewegungsübungen und Krankengymnastik sowie medizinische Bäder können dazu helfen, einer Durchblutungsstörung entgegen zu wirken.




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