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grill & chill...

Pünktlich zum Start der Grillsaison kommt mein neuer Blogbeitrag für euch! Heute möchte ich Verbrennungswunden behandeln. Nicht selten passiert es, dass man kurz nicht aufpasst, den Blick wo anders hat, die Kinder schützen will oder es einem nicht schnell genug geht und nochmal Anzünder nachschüttet... kann nicht sein - kann es doch - alles schon passiert - alles schon gesehen!!!


Für die erste Beurteilung einer Verbrennungswunde genügt meist schon eine Blickdiagnose - es müssen jedoch auch die Umstände berücksichtigt werden, unter der es zu Verbrennungswunden kommt.


Für kleinere, leichte Verbrennungen ist die Behandlung im häuslichen Umfeld rasch zur Hand - Wunde reinigen - unter fließendem Wasser, falls notwendig, z.B. mit Prontosan Wundgel, mit kühlen Umschlägen versorgen -anschließend die Wunde mit speziellen, antiseptischen Auflagen behandeln und den passenden Verband wählen! Bei diesen Wunden spricht man von Verbrennungen 1. bzw. 2. Grades. Bei einer Verbrennung 2. Grades werden die Oberhaut und insbesondere die oberen Schichten der darunterliegenden Lederhaut durch Hitzeeinwirkung geschädigt. Bei Unsicherheit konsultieren Sie einen Fachmann/frau - sprich Arzt oder Ärztin oder einen Wundmanager ggf. Pflegefachpersonal. Ab einer Verbrennung Grad 2 suchen sie auf jeden Fall einen Arzt/Ärztin auf. In weiterer Folge sind eventuell spezielle Pflasterverbände notwendig bzw. Produkte zur Narbenpflege.


Verbrennungen 3. bzw. 4. Grades ist zumindest die Epidermis bis zur Unterhaut betroffen bei schlimmeren Verbrennungen, also Grad 4 können auch Knochen und Sehnen oder Gelenke betroffen sein. Hierbei ist es notwendig, dass sie ins nächstgelegene Krankenhaus oder besser noch in eine Klinik mit Verbrennungsstation fahren.


Möglicherweise helfen Hausmittel bei einer Verbrennung, jedoch ist deren Wirksamkeit häufig nicht wissenschaftlich belegt. So geht man davon aus, dass unter Umständen Umschläge mit Kamillenblüten beruhigend und entzündungshemmend wirken und zudem die Wundheilung fördern.


Abschließend noch ein kurzer Überblick bei Verbrennungen:

  • Was tun bei Verbrennungen? Erste Hilfe: Betroffenen beruhigen, Verbrennung mit Wasser kühlen, Wunde steril abdecken, gegebenenfalls Rettungsdienst alarmieren

  • Verbrennungen – Risiken: Bildung von Narben, Schock (insbesondere bei flächigen Verbrennungen), Unterkühlung (vor allem bei großflächigen Verbrennungen), Wundinfektion, Atemprobleme (beim Einatmen von heißem Rauch) und Organversagen bei großflächigen Verbrennungen

  • Wann zum Arzt? Bei Verbrennungen ab Grad 2; wenn die verbrannte Haut gefühllos, verkohlt oder weiß ist; wenn Sie nicht sicher sind, wie schwer die Verletzung ist

Bei Verbrennungen und Verbrühungen ist schnell Erste Hilfe zu leisten. Achten Sie jedoch immer darauf, dass Sie sich selbst nicht in Gefahr bringen.

  • Beseitigen Sie die Ursache der Verbrennung/Verbrühung. Schalten Sie beispielsweise die Hitze- oder Stromquelle aus, nehmen Sie den Topf mit kochendem Wasser vom Herd und stellen Sie ihn außer Reichweite, löschen Sie das Kamin-, Lager- oder Kerzenfeuer, bringen Sie den Betroffenen aus der Sonne oder aus anderen Gefahrenzonen wie einem Unfallauto.

  • Beruhigen Sie den Betroffenen. Verbrennungen und Verbrühungen sind sehr schmerzhaft und lösen oft Ängstlichkeit und Sorge aus, vor allem bei Kindern.

  • Ziehen Sie Einweghandschuhe über, bevor Sie Brandwunden behandeln. So schützen Sie sich und den Betroffenen vor Infektionen.

  • Rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst, vor allem bei stärkeren oder größeren Verbrennungen.

  • Weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen hängen davon ab, wie schwer die Verletzung ist und ob es sich um eine Verbrennung (durch trockene Hitze wie Feuer, heiße Gegenstände oder Strom) oder Verbrühung (durch heiße Flüssigkeiten oder Dämpfe etc.) handelt.


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